Solidarische Stadtführung beleuchtet SPD-Erbe in Konstanz

Auf Einladung des SPD-Landtagskandidaten Frank Ortolf führte der stadtbekannte Historiker Ralf Seuffert rund 15 Teilnehmende durch die Innenstadt von Konstanz und zeigte eindrucksvoll, wie stark die Sozialdemokratie die Stadt geprägt hat. Die Tour startete mit Stationen, die konkrete SPD-Erfolge sichtbar machten: An der Seestraße stand Erwin Reisacher im Mittelpunkt, der als Gewerkschafter und Genosse den Seeuferweg von der Seestraße bis zum Hörnle maßgeblich vorantrieb. Am Augustinerplatz wurden die autofreie Marktstätte und die darunterliegende Tiefgarage gewürdigt, die auf Initiative des SPD-Baubürgermeisters Ralf-Joachim Fischer entstanden. Der öffentliche Nahverkehr mit Bussen und Schiffen ist eng mit Bürgermeister Fritz Arnold verbunden, dessen Spitznamen „Roter Arnold“ die Busse der Stadtwerke Konstanz bis heute tragen. Auch düstere Kapitel der Geschichte kamen zur Sprache: Das Schicksal von Karl Großhans, badischer Landtagsabgeordneter und SPD-Stadtrat aus der Hussenstraße, der von den Nationalsozialisten ins KZ verschleppt wurde, erinnerte an den Widerstand sozialdemokratischer Akteure. „Ohne die SPD wäre das Konstanz, wie wir es heute kennen, nicht denkbar – von sozialer Infrastruktur bis hin zu lebenswerter Innenstadt“, fasste Frank Ortolf am Ende der Führung zusammen. Die Veranstaltung unterstreicht die Kontinuität sozialdemokratischer Werte in der Stadt.

Frank Ortolf, Ralf Seuffert
Frank Ortolf, Ralf Seuffert© Elke Hildebrandt
Solidarische Stadtführung beleuchtet SPD-Erbe in Konstanz